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Detox für die Wohnung – richtig aufräumen & leicht ins neue Jahr starten

Habt ihr auch immer Anfang des Jahres das Bedürfnis euer Leben neu zu überdenken, zu entrümpeln und alten Ballast los zu werden? Aufräumen und Ausmisten befreien und schaffen Platz für neue Inspirationen und für Dinge die uns wirklich glücklich machen. Warum also nicht das Jahr mit einem befreienden Großreinemachen in den eigenen vier Wänden beginnen? Aber richtig aufräumen will gelernt sein – darum soll es heute gehen.

Ich habe vor etwas über einem Jahr ein Buch zum Thema Aufräumen gelesen, das mich damals dazu gebracht hat in nur zwei Tagen meinen Kleiderschrank radikal auszumisten und sage und schreibe sieben große Mülltüten (ich spreche von diesen ganz großen blauen Tüten) ohne mit der Wimper zu zucken wegzugeben.

Ein paar Kapitel weiter und eine Woche später hatte ich unsere komplette Wohnung auf den Kopf gestellt und systematisch ausgemistet – Zimmer für Zimmer, Schublade für Schublade und Kruschecke für Kruschecke. Nichts blieb verschont. Es war wie ein kleiner Rausch, der sich wahnsinnig gut angefühlt hat.

Den Stein des Anstoßes gab dieses Buch:

Magic Cleaning

„Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ von Marie Kondo

Der Ansatz der Autorin ist es, zunächst alle Habseligkeiten in Gruppen aufzuteilen (z.B. Kleidungsstücke, Bücher, Technik) und anschließend alle Gegenstände einer Gruppe auf einem Haufen zusammenzutragen. Nun wird jedes Teil in die Hand genommen und überlegt, ob man es wirklich braucht, es einen glücklich macht und ob es zu einem passt. Ist dies nicht der Fall wird das Teil radikal aussortiert. Mir fiel es ziemlich leicht anhand dieser Kriterien zu entscheiden was in der Wohnung bleiben darf und wofür kein Platz mehr ist. 

An diesem Ansatz gefällt mir die Idee sich nicht Schublade für Schublade von Zimmer zu Zimmer vorarbeiten zu müssen, sondern sich an einem Tag all seine Kleidungsstücke (wirklich ALLES was man anziehen kann) vorzunehmen und am nächsten Tag z.B. alle Bücher in der Wohnung. Und gerade die Auflage alles auf einem Haufen zu sammeln und diesen Berg an Dingen tatsächlich einmal vor sich zu sehen kommt schon einem heilsamen Schock gleich.

Als nächstes bekommt jedes Teil das bleiben darf einen festen Platz in der Wohnung zugewiesen, an den es immer wieder zurück geräumt wird, nachdem es benutzt wurde.  Auf diese Weise wird – mit etwas Konsequenz – jede weitere Unordnung vermieden und das Thema Aufräumen erledigt sich (fast) von selbst. Natürlich räumen wir nicht wirklich immer alles sofort an seinen Platz zurück und gerade mit Kind sieht eine Wohnung auch nicht immer picobello aufgeräumt aus, aber diesen Grundgedanken zu verinnerlichen hilft definitiv dabei Ordnung zu halten.

Außerdem habe ich mir das „One-in-one-out“ Prinzip angeeignet von dem ich auch mal irgendwo gelesen habe. Es bedeutet, dass für jedes neue Stück das in die Wohnung kommt ein anderes weichen muss. Kaufe ich mir z.B. ein neues Buch gebe ich dafür ein altes Buch weg auf das ich gut verzichten kann. Genauso handhabe ich es mit neuer Kleidung. Kaufe ich mir etwa eine neue Hose, gebe ich dafür eine alte Hose weg. So bleibt alles immer schön übersichtlich, es sammeln sich nicht ständig neue Dinge an und ich überprüfe regelmäßig die Dinge die ich besitze.

Es ist außerdem ein tolle Gefühl am Ende dieser radikalen Aufräum-Aktion zu wissen, dass sich nur noch geliebte oder nützliche Dinge in der Wohnung befinden. Alles wirkt plötzlich viel leerer und übersichtlicher. Dieser klare aufgeräumte Zustand der Räume verleiht zudem einen erstaunlich klaren Kopf, inspiriert und schafft Platz für Neues. Mir war gar nicht bewusst, wie sehr dies miteinander verknüpft ist.  Ich fühlte mich plötzlich so leicht und mir kamen so viele neue Ideen, einerseits was ich in der Wohnung verändern wollte und andererseits schossen mir tausend neue Gedanken durch den Kopf. Zum Beispiel begann ich zu der Zeit zum ersten Mal konkret über meine Blog Idee nachzudenken und mir wurde klar, dass ich das wirklich machen möchte.

Ich kann euch daher das Buch sehr ans Herz legen, wenn ihr vielleicht passend zum neuen Jahr eure Wohnung und euer Leben umkrempeln und gründlich aufräumen möchtet. Es befreit und tut wahnsinnig gut. Ihr bekommt das Buch zum Beispiel hier. Die Autorin wirkt auf mich zwar an manchen Stellen etwas „aufräum-fanatisch“ und auch teilweise etwas schräg, aber ihre Grundgedanken und ihren Grund-Ansatz zum Thema Ordnung und Loslassen finde ich grandios.

Da wir Ende des Monats umziehen werde ich in den kommenden Tagen das Buch mal wieder zur Hand nehmen und unsere Wohnung danach ausmisten. Ich möchte wirklich nur mit geliebte Dinge umziehen und allen unnötigen Ballast zurücklassen.

Weil es aufgrund der Flüchtlingssituation gerade ohnehin überall an Spenden fehlt dürfte es auch nicht schwierig sein, die Dinge sinnvoll weiterzugeben. Anlaufstellen in München findet ihr zum Beispiel hier:

http://diakonia-fluechtlinge.de

https://willkommen-in-muenchen.de/so-koennen-sie-mit-sachspenden-helfen

https://www.im-muenchen.de/spenden/spenden_fuer_fluechtlinge.html

Also entrümpelt euer Leben, schafft Platz für Neues und startet frisch und frei in ein wundervolles 2016!!

9 Herzen!

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