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Drei Tage Juice Cleanse – und eine leichte Gemüsesuppe zum Einstieg

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich komme im Januar immer in einen Aufräum- und Neustart Modus. Erst muss der Kleiderschrank ausgemistet werden, dann die Kinderklamotten, die Räume müssen ein wenig entkruscht werden und irgendwann lande ich immer bei mir selbst. Der Jahresanfang ist mein perfekter Monat für Reinigungs- Entrümpelungs- und Erneuerungsrituale (zu meinem „Detox für die Wohnung“-Artikel geht es hier entlang).

Mir ist schon seit einer Weile bewusst, dass ich in den vergangenen Wochen nicht immer gut auf mich geachtet und viel zu viele Dinge gegessen habe, die mir eigentlich nicht gut tun. Das macht sich jetzt bemerkbar, ich fühle mich häufig müde, schlapp und antriebslos und meine Finger schmerzen wieder. Bisher habe ich diese sich langsam eingeschlichenen schlechten Ernährungs-Gewohnheiten (zuviele schnelle Snacks beim Bäcker, hier abends eine Pizza und da das schnelle Nudelgericht) mit Babystress, Kinderkrankheiten, Stillen und dem dazugehörigen Heißhunger gerechtfertigt. Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass diese Phase nicht ewig andauern soll. Ich fühle mich schon länger nicht mehr gut damit.

Drei Tage Juice Cleanse

Deshalb war es für mich an der Zeit für ein kleines Detox Programm. Mir persönlich fällt es viel leichter alte Ernährungsmuster und eingefahrene Gewohnheiten zu durchbrechen, indem ich einen klaren Schnitt mache. Daher erschien mit eine dreitägige Juice Cleanse (so nennt man die gute alte Saftkur heute ;-)) eine gute Variante, um für einige Tage völlig aus dem Ernährungs-Rhythmus auszusteigen und danach mit guten Vorsätzen neu zu starten. Außerdem hatte ich noch nie zuvor eine Saftkur gemacht und war neugierig.

Früher habe ich Anfang des Jahres regelmäßig gefastet. Diesen kompletten Nahrungsverzicht traue ich mir aktuell mit zwei kleinen Kindern nicht mehr zu, da ich dabei höchstwahrscheinlich weder dem Fasten noch den Kindern gerecht würde. Eine Saftkur erschien mir daher ein guter Kompromiss. Falls ihr euch für das Thema Fasten interessiert kann ich euch aber dieses Buch empfehlen.

Aus Zeitgründen habe ich auch beschlossen, mir die Saftkur fertig im Internet zu bestellen. Nach einiger Recherche habe ich mich für eine dreitägige Juice Cleanse von Detox Delight entschieden, weil mich hier das Preis-Leistungsverhältnis überzeugt hat und ich die Zusammensetzung der Säfte sehr ansprechend fand. Die Kur besteht aus täglich fünf verschiedenen Säften die etwa alle zwei Stunden über den Tag verteilt getrunken werden. Zusätzlich gibt es jeden Abend eine cremige Nussmilch. Die Säfte haben so klangvollen Namen wie Heartbeet oder Liquid Salad und enthalten folgende Komponenten:

1 x 400 ml Black Beauty: 
Wasser, Grapefruit, Apfel, Ahornsirup, Zitrone, Chili, Aktivkohle

1 x 400 ml Roots on Fire: 
Karotte, Orange, Pink Grapefruit, Kurkuma, Chili

1 x 400 ml Heartbeet: 
Apfel, Karotte, Rote Beete, Birne, Ingwer, Zitrone, Limette

1 x 400 ml Liquid Salad: 
Apfel, Orange, Fenchel, Gurke, Spinat, Weizengras

1 x 400 ml Shineapple:
Apfel, Ananas, Stangensellerie, Gurke, Kokoswasser, Zitrone, Zitronengras

1 x 400 ml Going CocoNuts: 
Wasser, Cashews, Kokosflocken, Agavendicksaft, Limette, Zitronengras, Himalaya Salz, Vanille

Weitere bekannte Anbieter für Saftkuren sind z.B.:

The Frank Juice

Cardea Detox

Kale & Me 

Yuicery

Eine Übersicht diverser Juice Cleanse Anbieter habe ich außerdem hier gefunden. Vergleicht am besten die Angebote und wählt euren Favoriten aus. Oder vielleicht entscheidet ihr euch auch dafür die Säfte für eine Saftkur selbst herzustellen – dazu gibt es natürlich auch diverse Bücher im Handel, die hier Rat und Unterstützung anbieten.

Juice Cleanse – so wars

Ich habe mir den ersten Tag der Saftkur auf einen Samstag gelegt – ich dachte es wäre einfacher am Wochenende anzufangen als in der Hektik des Alltags. Die Säfte haben mir sehr gut geschmeckt – gerade die letzten zwei Säfte des Tages fand ich besonders lecker und die herrlich zitronige Cashew-Milch am Abend hat fast wie ein Nachtisch geschmeckt und toll gesättigt. Hunger hatte ich den gesamten Tag über nicht und es stellte sich auch kein Gefühl von Verzicht ein. Zu den Säften gab es noch einen Liter Ingwertee und viel stilles Wasser über den Tag verteilt.

Allerdings stellten sich bei mir bereits am Vormittag leichte Kopfschmerzen ein und ich fühlte mich insgesamt etwas schlapp und angreifbar. Mir war auch den ganzen Tag über recht kalt (was sicherlich zum Teil auch an den eisigen Temperaturen draußen liegt) und meine Laune war zeitweise im Keller. Dies sind typische Fasten-Begleiterscheinungen, die ich auch aus früheren Fastentagen kenne. Ich komme einfach nie besonders gut mit dem ersten Fastentag zurecht bzw. mein Körper reagiert meist recht stark. Abends bin ich gegen 21h totmüde ins Bett gefallen und habe in der Nacht wie ein Stein geschlafen (die nächtliche Kinderbetreuung wurde mir zum Glück abgenommen).

An Tag zwei und drei habe ich mich deutlich besser gefühlt – die Kopfschmerzen waren verschwunden und ich habe mich insgesamt wacher und fitter gefühlt. Tendenziell kalt war mir trotzdem aber ich habe mich auf jeden Saft des Tages gefreut und die Tatsache genossen, dass ich überhaupt kein Hungergefühl hatte. Abends war ich früh müde und habe dank der Cashew Milch immer herrlich geschlafen.

Mein Fazit ist, dass sich eine dreitägige Saftkur gut in den Alltag integrieren ist und dabei sehr lecker schmeckt. Den ganzen Tag über Saft zu trinken ist eine recht komfortable Version des Fastens und ich fühle mich jetzt leichter, besser und irgendwie auch innerlich gereinigt. Auch meine Haut erscheint mir reiner und straffer und ich habe ein Kilo abgenommen (was eigentlich gar nicht mein Ziel war). Ich würde aber schon empfehlen die Saftkur an einem Wochenende anzufangen, um ein bisschen mehr Zeit und Ruhe zu haben, da gerade der erste Tag mitunter etwas anstrengend sein kann.

Juice Cleanse Vorbereitung

Hilfreich ist es auch eine Saftkur etwas vorzubereiten und so den Körper schon einige Tage zuvor auf die Kur einzustimmen. Es macht nicht nur die Saftkur an sich leichter, die Effekte sind auch besser und nachhaltiger.

So sollten folgende Lebensmittel bereits ein paar Tage vor der Kur schon gemieden werden: Alkohol, Nikotin, Koffein (verursacht die Kopfschmerzen bei der Saftkur), Fleisch, Zucker (soweit möglich). Ihr solltet nur leichte Speisen zu euch nehmen, die euren Körper nicht zu stark belasten.

Bei mir gab es zur Einstimmung in den Tagen vor Beginn viel frisches Obst zum Frühstück, gedünstetes Gemüse mit Bulgur, Reis oder Quinoa zum Mittagessen und eine leichte Gemüsesuppe zum Abendessen (allerdings habe ich nicht konsequent auf Kaffee verzichtet – daher wohl die Kopfschmerzen zu Beginn…).

Nachfolgend findet ihr das Suppen-Rezept. Diese Gemüsesuppe wärmt nicht nur gut an kalten Wintertagen, sie ist auch schnell zubereitet und bei den Zutaten könnt ihr nach Lust und Laune oder Kühlschrankinhalt variieren. Wir gehen Samstagvormittag häufig auf den Wochenmarkt, kaufen Gemüse ein und kochen dann mittags daraus eine Suppe. Ich mag dieses Ritual total gerne.

Ella mag zwar nicht die Gemüsstückchen in der Suppe, schlürft aber gerne die Brühe und bekommt so auch einen gute Portion Vitamine und Nährstoffe ab.

Juice Cleanse Vorbereitung

Leichte Gemüsesuppe – die perfekte Vorbereitung für eine Juice Cleanse

Leichte Gemüsesuppe

Ihr braucht:

2 Liter Gemüsebrühe

1 Tasse Dinkel, Bulgur oder Quinoa, um der Suppe eine sättigende Komponente zu geben. Sternchen- oder Buchstabennudeln gehen natürlich auch und stehen bei Ella sehr hoch im Kurs (es gibt auch sie auch aus Dinkel).

1 Stange Porree

1/2 Sellerie-Knolle

3 Karotten

3 gelbe Karotten (sonst mehr normale Karotten)

2 große Kartoffeln

1 Bund Petersilie

1/2 TL Muskatnuss gerieben

So geht’s:

Schneidet das Gemüse in kleine Stückchen oder Scheiben und gebt es zusammen mit der Gemüsebrühe (2 Liter Wasser plus 3 EL Gemüsebrühe) und dem Bulgur/Dinkel oder Quinoa in einen großen Topf. Lasst alles etwa 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln bis das Gemüse weich ist. Dann gebt die gehackte Petersilie dazu, lasst die Suppe für weitere 3 Minuten köcheln und schmeckt sie mit etwas Muskat ab.

So gehts weiter

Ich habe mir in den drei Tage ein paar Gedanken gemacht, wie ich meine Ernährung nach dem Saftfasten umstellen möchte. Ich habe festgelegt was sich ändern soll, welche Lebensmittel (wieder) einen festen Platz auf meinem Speiseplan bekommen sollen, welche erst einmal verbannt werden, habe mir Gerichte überlegt und Einkaufszettel geschrieben. Aber dazu bald mehr in meinem nächsten Blog Post.

5 Herzen!

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