• Zitronen in einer Schale

Warum ich mich für gesunde Ernährung begeistere und wie die Idee zu diesem Blog entstand

In den vergangenen Wochen wurde ich häufig von euch gefragt wie ich auf die Idee kam diesen Blog zu starten und wann und warum ich angefangen habe mich mit dem Thema gesunde Ernährung zu beschäftigen. Daher möchte ich euch heute meine Geschichte erzählen und euch schreiben, wie die Idee zu diesem Blog entstand.

Meine Geschichte

Zu dem Thema gesunde Ernährung kam ich selbst eigentlich über Umwege. Hätte mir jemand vor ein paar Jahren gesagt, dass ich mal einen Food-Blog über gesunde Ernährung schreibe, hätte ich wohl laut gelacht.

Ich war jahrelang das perfekte Musterbeispiel für einen sehr ungesunden Lebensstil. Fastfood und fettiges Mensa- oder Kantinenessen waren an der Tagesordnung. Die Salatbeilage blieb auf jeden Fall immer liegen – reine Salate wurden gar nicht erst bestellt und meine Wahl fiel sehr gerne auf Currywurst Pommes oder eine Pizza. Dazu rauchte ich, trank gerade im Studium literweise Kaffee, trieb kaum Sport und war ein absolutes „Zuckermonster“ – ein „Schokoladenmonster“ – um genau zu sein. Daneben gehörten Kohlenhydrate in Form von weißen Nudeln, weißem Reis und weißem Brot sowie Eis, Kuchen und Gebäck zu meinen Hauptnahrungsmitteln.

Um vollwertige, vitamin- und nährstoffreiche Ernährung habe ich mich nie geschert. Mir kam gar nicht der Gedanke, dass hier etwas falsch läuft und meine Ernährung meine Gesundheit in irgendeiner Form beeinflussen könnte.

Dies änderte sich schlagartig 2011. Ich hatte plötzlich jeden Morgen nach dem Aufwachen ganz steife Finger und teilweise richtig stechende Schmerzen in den Fingergelenken. Mein Orthopäde diagnostizierte dann nach einigen Tests Arthrose in den Fingern und sagte nur schulterzuckend, damit müsse ich ab jetzt leben. Ich hatte solche Schmerzen in den Händen, dass ich an manchen Tagen nicht einmal mehr per Hand einen Einkaufszettel schreiben und nach acht Stunden vor dem Rechner in meinem Marketing Job auch kaum noch meine Finger bewegen konnte.

In den kommenden Wochen recherchierte ich Tag und Nacht und fand bald diverse ganzheitliche Ansätze, die einen Zusammenhang zwischen Arthrose und einer ungesunden Ernährung bzw. einem ungesunden Lebensstil sahen. Gerade die Übersäuerung des Körpers und ein Zuviel an tierischem Eiweiß sollten hier eine große Rolle spielen.

Ich fasste einen Entschluss. Von einem Tag auf den anderen hörte ich nach 15 Jahren auf zu rauchen und stellte meine Ernährung radikal um. Ich strich Zucker, Weißmehl, weiße Nudeln, Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch, Kaffee und Alkohol von meinem Speiseplan. Ersetzt habe ich all dies für einige Monate konsequent durch eine vollwertige pflanzlichen Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, gesunde Beilagen (Quinoa, Hirse, Bulgur…) Nüssen und Samen. Dazu trank ich sehr viel Wasser und grünen Tee. Ich lernte in kürzester Zeit so viele neue Lebensmittel kennen, dass mir fast schwindelig wurde. Bis dato hatte ich quasi nie gekocht und wenn ganz sicher keine gesunden Gemüsegerichte.

Die ersten drei Wochen ging es mir wahnsinnig schlecht. Auf die radikale Ernährungsumstellung reagierte mein Körper mit furchtbaren Entgiftungserscheinungen – ich hatte wahnsinnige Kopfschmerzen, Schwindel, ständig Hunger (obwohl ich Berge an Obst und Gemüse aß) und fühlte eine anhaltende bleierne Müdigkeit.

Dann wurde es plötzlich besser. Und wie. Ich habe mich noch nie zuvor so fit, wach, konzentriert und einfach gut, stark und leistungsfähig gefühlt. Auch meine Gelenkschmerzen wurden von Woche zu Woche schwächer und meine Finger waren nach nur zwölf Wochen wieder vollkommen beweglich und schmerzfrei. Aber das war nicht alles – zusätzlich verbesserte sich mein Hautbild, mein Bindegewebe wurde straffer, ich schlief tiefer, war morgens voller Energie und tagsüber viel konzentrierter als früher. Ich fühlte mich einfach großartig!

Ich war fasziniert, welche Auswirkungen die bloße Umstellung der Ernährung (denn nichts anderes hatte ich verändert) auf meinen Körper und mein Wohlbefinden hatte und dieses Thema hat mich seither nicht mehr losgelassen.

Heute

Inzwischen kann ich mir ein Leben ohne gesunde Nahrungsmittel gar nicht mehr vorstellen.

Aus anfänglichem Interesse ist eine große Leidenschaft geworden. Heute nehme ich Kochbücher ganz selbstverständlich als Lektüre mit ihn den Urlaub, lese Kochzeitschriften und Food-Blogs vor dem Einschlafen und verbringe jede freie Minute mit dem Thema gesunde Ernährung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den vielen neuen Lebensmitteln habe ich in den vergangenen Jahren so viel gekocht und gebacken wie noch nie zuvor und habe sehr viel gelesen, ausprobiert und gelernt.

Auch mein Geschmackssinn hat sich in den letzten Jahren total gewandelt. Heute liebe ich grüne Smoothies und mein selbstgemachtes Granola zum Frühstück und kann mir einen Tag ohne Obst und Gemüse gar nicht mehr vorstellen. Ich würde jederzeit eine Tafel Schokolade für einen grünen Smoothie stehen lassen und ich hätte nie gedacht, dass so ein Satz mal von mir stammen könnte.

Ich habe für mich eine gute Balance gefunden und esse zu etwa 90 Prozent vegan, pflanzenüberschüssig, vollwertig und gesund und die restlichen 10 Prozent sind variabel – aber immer vegetarisch. Mein Mann und Ella essen beide vegetarisch und ab und zu gibt es bei ihnen Fisch. Natürlich sündigen wir auch mal und es gibt normalen Kuchen, Pizza mit viel Käse oder Fast Food – aber das gehört schließlich dazu.

Wir ernähren uns heute als Familie insgesamt viel bewusster als früher und kaufen auch viel bewusster ein. Mir ist wichtig, dass wir beim Lebensmittelkauf gute Entscheidungen treffen und mit unserer Ernährungsweise einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Umwelt zu schonen und das Tierleid in der Massentierhaltung nicht zu unterstützen. Da wir überwiegend pflanzliche Lebensmittel essen, die wir versuchen regional und möglichst bio einzukaufen, fällt dies nicht schwer.

Meinen Fingern geht es mit dieser Ernährung sehr gut – solange ich mich konsequent daran halte habe ich keine Schmerzen. Auch mein Hautbild ist viel besser geworden seit ich keine Michprodukte mehr esse (davor hatte ich häufig kleine Pickelchen und rote Stellen im Gesicht) und ich bin viel seltener krank. Früher hatte ich mehrmals im Jahr mit sehr hartnäckigen Nebenhöhlenentzündungen zu kämpfen – diese ereilen mich heute nur noch sehr selten, ich werde schnell wieder gesund und ich fühle mich heute insgesamt so viel fitter, wacher, leistungsfähiger und glücklicher, als früher.

Ich bin daher im Nachhinein sehr dankbar dafür, dass ich 2011 die Diagnose Arthrose erhalten habe, da sich dadurch mein Leben in so vielen Bereichen so positiv verändert hat. Hätte ich sonst je über meine Ernährung nachgedacht? – Ich weiß es nicht. Aber ich bezweifele, dass ich die positiven Effekte, die eine gesunde pflanzliche und nährstoffreiche Ernährung auf unseren Körper hat je so kennengelernt hätte.

So entstand auch die Idee für diesen Blog, die inzwischen schon ziemlich lange in mir schlummert. Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich mir diesen Blog neben Kind, Job und meinem Offline-Leben wirklich zutraue und bin nun so froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Ich habe in den vergangenen Jahren so viel zum Thema gesunde Ernährung gelernt, dass ich wirklich das Gefühl habe etwas weitergeben zu können. Es haben sich außerdem so viele köstliche Rezepte angesammelt und es ist mir eine Herzensangelegenheit diese zu teilen und zu zeigen, dass eine gesunde Ernährung Spaß macht, köstlich schmeckt und sich mit ein wenig Planung und ein paar Tricks ganz leicht in jeden Alltag integrieren lässt.

Ich habe auch gelernt wie schön es ist, sich um sich selbst zu kümmern, auf sich zu achten und seinen Körper mit guten Lebensmitteln zu versorgen, die ihm helfen gesund zu werden oder gesund zu bleiben. Mich macht das glücklich und ich bin soviel mehr mit mir selbst im Reinen als früher. Diese Erkenntnis und Begeisterung möchte ich gerne mit euch teilen.Lemons_RZ_137kb_ohne Strich

12 Herzen!

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6 Kommentare

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    *thea 7. Januar 2016 (13:59)

    Danke für diesen Einblick – freut mich, dass es deinen Fingern so viel besser geht durch eine bewusstere Ernährung. Ich selbst habe auch die gesunde und frische Ernährung kennen und lieben gelernt. Ich esse jetzt seit zwei Jahren vegetarisch (selten Fisch) und habe im letzten Jahr angefangen immer mehr vegan zu kochen. Es macht richtig Spaß die Geschmäcker und Aromen der pflanzlichen Küche auszuprobieren und es fühlt sich körperlich auch super an, da gebe ich dir recht!Ich bin auf deine zukünftigen Rezepte gespannt! Lg

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    Kathrin von Lemons for Lunch 7. Januar 2016 (22:20)

    Ich finde auch, dass die vegane Ernährung so viel Spannendes bereit hält und ganz neue Geschmacks-Welten eröffnet. Die meisten Lebensmittel mit denen ich heute koche kannte ich vor 5 Jahren noch nicht einmal. ;) Ich bin selbst immer wieder fasziniert! Alles Liebe!!

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    Lana_SHON 23. August 2016 (21:41)

    Vielen Dank für diesen schönen Beitrag.
    http://www.shon-stylish-healthy-organic-natural.com

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    Julie 19. Mai 2017 (20:59)

    Finde ich klasse, dass du dich bewusst für einen gesünderen Lebensweg entschieden hast, obwohl du zuvor ja das krasse Gegenteil dargestellt hattest… Da sieht man mal wieder, wo ein Wille ist, ist auch immer ein Weg zu einem besseren Lebensstil!

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    René Simon 14. August 2017 (14:46)

    Sehr schöner Beitrag! Ich finde deinen Weg und deine Erkenntnis über das Thema Gesunde Ernährung klasse!
    Ich bin nach langer Recherche und viel Leserei zu dem gleichen Ergebnis gekommen!
    Genau deshalb schreibe ich auf meiner Webseite: http://www.gesundheitundgesundeernährung.de/
    genau zu diesen Themen, sodass ich anderen Menschen ebenso helfen kann.
    Mach weiter so ;-)

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    Bärbel Puls 27. August 2017 (15:58)

    Eine sehr informative Seite, die Betroffenen mit Sicherheit weiterhilft. Leider hält sich hartnäckig die Fehlinformation, dass sich Knorpel einfach „abnutzt“ und diese Krankheit somit nicht zu vermeiden ist. Dieses trifft aber nicht zu. Knorpel wird immer wieder regeneriert, sofern zwei Dinge vorhanden sind: Bewegung und die richtigen Nährstoffe. Dass das Alter dann bedingt eine Rolle spielt, dem ist so. Aber wer lebenslang gut für sich sorgt und seine Freizeit nicht nur auf dem Sofa liegend verbringt, der muss auch das Alter nicht fürchten. Ich habe diese Krankheit in diversen Blogbeiträgen thematisiert und bin sicher, dass Betroffene darin ebenfalls wertvolle Hinweise finden, wie ein Leben mit Arthrose zu meistern ist bzw. sich diese Krankheit vermeiden lässt.

    Herzlichst Bärbel Puls – Verlag Wirksam Heilen (www.wirksam-heilen.de/blog/)