Kürbissuppe – gesund, schnell, vegan & ohne mühsames Kürbis schneiden

Da ich wie ihr wisst ein großer Freund von unkomplizierten einfachen Rezepten bin, darf dieses Rezept auf keinen Fall fehlen – schon gar nicht im Winter.

Denn diese Kürbissuppe ist der perfekte Snack für kalte Tage, wenn man von draußen hereinkommt und sich etwas Warmes im Bauch wünscht. Sie schmeckt fruchtig-mild mit einer leichten Schärfe und die Kombination aus Ingwer und Gewürzen wärmt von Innen.

Wir bereiten die Kürbissuppe gerne Samstagnachmittags zu, weil es ein sehr gemütliches Rezept ist, das nicht viel Zeit in Anspruch nimmt und wir zwischendurch Zeit für andere Dinge haben. Also das perfekte Rezept für heute!

Ich hatte lange eine Abneigung gegen Hokaido-Kürbisse, da sie so hart sind und sich so schwer schneiden lassen. Aber mit diesem Rezept umgehen wir dieses Thema ganz geschickt.

Der Kürbis muss nämlich nicht vor der Zubereitung der Suppe mühsam in kleine Stücke geschnitten werden, sondern wir garen ihn einfach so lange im Backofen, bis er richtig schön weich ist und fangen erst danach mit der Zubereitung der Kürbissuppe an. Das spart Zeit und Nerven und schon bin ich ein viel größerer Hokaido-Fan. Auch die Tatsache, dass der Hokaido Kürbis mit Schale essbar ist macht ihn mir sympathisch.

Der Backofen übernimmt also die Schwerstarbeit und während der Kürbis gart schneiden wir ganz gemütlich die wenigen restlichen Zutaten klein.

Ella liebt es neuerdings Gemüse zu schneiden. Ich gebe ihr ein stumpfes Brotmesser und ein Stück weiches Gemüse oder Obst (Gurke, Zucchini oder Apfel bieten sich an) und lasse sie nach Herzenslust Schneideerfahrungen sammeln. Sie gibt sich so große Mühe, ist ganz konzentriert mit großer Ernsthaftigkeit bei der Sache und es gelingt ihr tatsächlich alles in richtig kleine Stücke zu schneiden. Ich liebe es ihr dabei zuzuschauen.

Bei diesem Rezept darf sie das Kleinschneiden der Äpfel übernehmen, was sie mit großer Begeisterung tut, während ich mich um die Zwiebeln und Karotten kümmere.

Nach 15-20 Minuten ist alles fertig vorbereitet, so dass wir danach noch eine freie halbe Stunde zum Tee trinken und Plätzchen essen haben, ehe es an die Zubereitung der Kürbissuppe geht. Ich hatte es euch ja anfangs versprochen – das perfekte entspannte Rezept für einen gemütlichen Samstagnachmittag! Und trotzdem gibt es abends ein köstliches selbst gekochtes Gericht.

Ach ja und gesund ist das Rezept nebenbei auch noch, aber das habt ihr euch wahrscheinlich schon gedacht.

Der Hokaidokürbis ist sehr kalorienarm und liefert wichtige Vitamine (z.B. reichlich Beta-Karotin, das unser Körper in Vitamin A umwandeln kann – wichtig für Sehkraft, Haut und Haare) und viele Mineralstoffe (z.B. Magnesium, Kalzium, Eisen). Da er verglichen mit anderen Kürbissorten weniger Wasser enthält weist er eine besonders hohe Nährstoffdichte auf.  Dazu steckt er voller Ballaststoffe, die uns lange satt machen. Gleichzeitig entwässert er auf natürliche Art, da er anregend auf Niere und Blase wirkt. Wir haben es hier also mit dem perfekten Wintergemüse für Figurbewusste zu tun.

Seinen Namen verdankt der Hokaido Kürbis übrigens einer gleichnamigen Insel in Japan, wo er ursprünglich her kommt.

Durch den leicht süßlichen Geschmack mögen auch viele Kinder Kürbis. Ella hatte zu Beginn der Beikost-Zeit beispielsweise eine lange Phase in der sie ausschließlich Kürbisbrei gegessen hat. Leider hat diese Phase nicht angehalten und bezieht sich nicht auf richtigen Kürbis und leider auch nicht auf meine Kürbissuppe. Mehr als einmal probieren ist momentan nicht drin – aber wir bleiben dran und warten auf die nächste Kürbiswelle.

Jetzt aber schnell zum Rezept – die Mengenangabe ergibt einen großen Suppentopf Kürbissuppe.

2 Herzen!

Zum Rezept...

Vorbereitungszeit: 15-20min
Garzeit der Kürbisse: 1 Std.
Kochzeit Suppe danach: 20min

Ihr braucht...

  • 2 Hokaido Kürbisse
  • 2 weiße Zwiebeln
  • 3 große Karotten
  • 2 Äpfel (z.B. Boskop oder Braeburn)
  • 1 Stück Ingwer (etwa daumengroß)
  • Vegane Butter (oder normale Butter)
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Agavensirup
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Zimt
  • Kürbiskerne & evtl. Kürbiskernöl zur Dekoration

Und so geht's...

  1. Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen
  2. Kürbis waschen, halbieren und entkernen
  3. Schnittflächen mit etwas Butter und mit Agavensirup bestreichen
  4. Kürbishälften auf ein Backblech mit Backpapier legen und für 60min in den Backofen geben (mittlere Schiene), bis das Fruchtfleisch weich ist
  5. In der Zwischenzeit die Zwiebeln und den Ingwer fein würfeln
  6. Karotten schälen und zusammen mit den Äpfeln klein schneiden
  7. Nach 60min die Kürbishälften aus dem Backofen nehmen (das Fruchtfleisch sollte richtig schön weich sein)
  8. Zwiebeln und Ingwer in etwas Butter in einem großen Suppentopf dünsten (einen Schuss Wasser hinzugeben, wenn sie zu verbrennen drohen)
  9. Kürbisfleisch (entweder die Hälften oder wenn es zu eng im Topf wird vorher in grobe Stücke zerteilen), Karotten und Äpfel dazu geben
  10. Mit Brühe aufgießen und Suppe 20min köcheln lassen, bis alles schön weich ist
  11. In der Zwischenzeit etwa 2 EL Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten (bis sie laut knallen und hoch springen), dann schnell vom Herd nehmen und zur Seite stellen für später
  12. Nun die Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren und je nach Geschmack noch etwas Wasser/Brühe hinzugeben, wenn die Konsistenz zu dickflüssig ist. Das ist Geschmackssache
  13. Die fertige Suppe mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zimt abschmecken
  14. Danach mit den gerösteten Kürbiskernen und ein paar Spritzern Kürbiskernöl dekorieren und sofort genießen

Extra-Tipp:

Kürbissuppe lässt sich toll einfrieren. Bei diesem Rezept bleiben sicherlich auch ein paar Portionen übrig. Ich fülle immer einzelne Portionen in Gefrier-Zipper-Beutel - so habe ich in den darauffolgenden Wochen immer eine Portion Kürbissuppe griffbereit. Toll wenn es mittags mal schell gehen muss oder ihr euch abends einen warmen Snack wünscht.

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