• schnelle lunchbowl

Ein neues Rezept, eine lange Reise & ein Buchtipp

Wie beginnt man einen Blog Post nach einer so langen Blog-Pause? Ich weiß es leider auch nicht so genau. Aber ich versuche es mal – für alle die lieber gleich zum Rezept wollen – scrollt einfach weiter runter bis zur Überschrift „Schnelle Lunchbowl – für unterwegs oder von unterwegs“. Für alle anderen geht es hier weiter:

Eine lange Reise….

In meinem letzten Post im Oktober hatte ich euch ja eigentlich versprochen, dass es hier jetzt wieder richtig los gehen würde. Ich würde wieder anfangen zu arbeiten, Alva würde in die Krippe kommen und die Tage würden nach eineinhalb Jahren Elternzeit wieder in geregelten Bahnen verlaufen. Eigentlich eine ganz schöne Vorstellung…

Dann kam aber doch alles anders und das Leben mit einer sehr verlockenden Möglichkeit dazwischen. Durch einen spontanen Jobwechsel hatte mein Mann plötzlich drei Monate frei und wir entschieden sehr kurzfristig, dass wir diese Zeit gerne noch zu viert als Familie für eine längere Reise nutzen möchten. Es war kein leichtes Abwägen, da meine Rückkehr in meinen alten Job ja eigentlich bereits ausgemacht war und gleichzeitig drängte die Zeit.

Am Ende habe ich meinen Bauch entscheiden lassen und mir zwei Fragen gestellt: würden wir in den kommenden eineinhalb Jahren bis Ella in die Schule kommt als Familie noch einmal die Möglichkeit haben gemeinsam länger zu reisen? Die Antwort war ein überzeugtes Nein. Nicht, wenn mein Mann gerade den Job gewechselt hatte, nicht wenn ich gerade wieder im Berufsalltag Fuß gefasst hätte und Alva sich gerade an ihre Krippe gewöhnt hätte.

Dann habe ich mich gefragt woran ich mich später erinnern würde, wenn ich mit 80 auf mein Leben zurückblicken würde. Daran, dass ich pünktlich zum Ende meiner Elternzeit in meinen Job zurückgekehrt wäre oder daran wie wir als Familie mehrere Wochen spannende Orte bereist haben und als Familie viele schöne gemeinsame Momente angesammelt haben? Die Antwort auf diese Frage war klar.

Auf der Reise selbst die uns in den Orient, auf eine wunderschöne einsame Insel und nach Südafrika gebracht hat hatte ich viel Zeit zum nachdenken. Nachdenken darüber wo die Reise bei mir selbst eigentlich hin gehen soll. Zurück auf alte sichere Pfade weil es so schön einfach und bequem ist? Oder jetzt nach der Kinderphase noch einmal etwas völlig Neues wagen und ganz auf den Ernährungs-Pfad wechseln? Mit etwas räumlichen Abstand werden die Dinge ja oft klarer.

Mein Gefühl hat mir dort schon gesagt, dass es Zeit für etwas Neues ist. Endlich. Denn das Thema schlummert ja eigentlich schon so lange in mir und mit ihm so viele Ideen und Konzepte die sich schon viel zu lange in meiner  Schreibtischschublade verstecken.

Das Gefühl so viel über Ernährung zu wissen verbindet sich immer stärker mit dem Drang dieses Wissen auf der einen Seite auszubauen und auf der anderen Seite weiterzugeben.

Auch nach unserer Reise als Alva dann tatsächlich in die Krippe kam und dort selig seit der ersten Stunde ihre Tage verbringt ging für mich das Brainstorming weiter wie mein neuer Weg konkret aussehen soll und wo es für mich beruflich hingehen soll. In dieser Findungsphase die voller Details steckt und mich viel Zeit vor meinem Computer verbringen lässt stecke ich immernoch. Aber es ist ein wahnsinnig gutes und inspirierendes Gefühl an seinem ganz persönlichen Plan zu arbeiten.

Als ersten Schritt auf dem neuen Weg lasse ich mich gerade zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin ausbilden – eine Ausbildung die mir wahnsinnig viel Spaß macht und mich permanent darin bestärkt genau auf dem richtigen Weg zu sein.

Seit ich mich für diesen neuen Weg entschieden habe häufen sich bei mir seltsame Ereignisse – ich nenne sie positive Zufälle. Es scheint sich alles zusammenzufügen und dort wo ich gestern noch über einen Knackpunkt nachgedacht habe findet sich heute die Lösung. Einfach so. Als sollte es so sein. Vielleicht sind es einfach Hinweise darauf auf dem richtigen Weg zu sein.

Genauso auf diese Art und Weise ist mir vor ein paar Monaten die Anfrage für ein Buch-Projekt zu einem Ernährungsthema ins Haus geflattert. Einfach so. Ich konnte erst gar nicht glauben, dass es sich um eine seriöse Anfrage handelt – bis ich den Buch-Vertrag tatsächlich in meinen Händen hielt.

Das war schon ganz lange eine Idee und insgeheim ein Traum von mir – ein eigenes Buch zu schreiben. Nur wunderschön, dass es jetzt so kam und ICH von einem Verlag angesprochen wurde, denn eigentlich habe ich schon seit langer Zeit einige Buch-Ideen und Konzepte zu verschiedenen Ernährungs-Themen in meiner besagten Schreibtischschublade schlummern und habe immer gedacht, dass ich irgendwann einmal damit an einen Verlag heran treten werde. Dass es nun umgekehrt kam hat es mir natürlich so viel leichter gemacht für den Anfang. Zeitlich hat das Projekt auch so gut reingepasst und so habe ich sie verbracht die vergangenen Monate – schreibend von morgens bis abends, mal zuhause, mal unterwegs und häufig wie ein Student in der Staatsbibliothek hier in München. Ein herrliches Gefühl. Gerade gestern habe ich die letzten Kapitel abgegeben. Es war eine wunderbare Zeit und das Schreiben hat mir so unglaublich viel Freude gemacht.

Mehr zu dem Buch gibt es zu einem späteren Zeitpunkt, da der Erscheinungstermin erst Ende des Jahres ist.

Ich habe in den vergangenen Monaten außerdem eine bewusste Social Media Pause eingelegt  – habe nicht gepostet und kaum etwas gelesen – ebenfalls eine sehr interessante Erfahrung. Gefühlt hatte ich so viel mehr Zeit durch so viel weniger Facebook, Instagram und Co. Was ich vermisst habe – ich kann es gar nicht sagen, denn eigentlich hat nichts gefehlt. Außer meinen Blog – den habe ich schon vermisst, aber einfach keine Zeit dafür gefunden.

Nachdem nun das Buch Projekt abgeschlossen ist und ihr wisst was mich in den vergangenen Monaten beschäftigt hat bzw. womit ich mich beschäftigt habe, wird es daher Zeit dem Blog endlich wieder etwas Leben einzuhauchen.

Ein Buchtipp

Passend zu meiner aktuellen Situation des Umbruchs und des Neubeginns auf vielerlei Ebenen hat mir eine sehr gute Freundin vor einigen Wochen dieses Buch empfohlen: „Das Café am Rande der Welt: eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ von John Strelecky.

Es ist ein kleines feines Büchlein über den Sinn des Lebens und darüber wie wir ihn erkennen. Vielleicht ist es deshalb schon ein internationaler Bestseller. Vielleicht auch weil die Erkenntnisse darin so einfach, logisch und sachlich aufbereitet sind oder weil es sich gemütlich an einem Abend weglesen lässt. Falls ihr euch vielleicht auch fragt, ob ihr da wo ihr gerade steht richtig seid oder ob es nicht vielleicht noch mehr oder etwas anderes gibt, dann kann ich euch diese Lektüre sehr ans Herz legen. Sie regt zum nachdenken darüber an, was wir eigentlich möchten vom Leben und was uns erfüllt und glücklich macht.

……………………………………………………………………………………………….

Ein paar weitere Bücher die mir am Herzen liegen findet ihr hier.

lunch bowl

Schnelle Lunchbowl – für unterwegs oder von unterwegs

Momentan bin ich so beschäftigt mit meiner Ausbildung, bis gestern mit dem Buch und damit meine berufliche Zukunft zu definieren, dass ich extra schnelle Ideen fürs Mittagessen brauche.

Eine meiner liebsten Varianten in letzter Zeit ist diese schnelle Lunchbowl. Die Zutaten kaufe ich morgens ein, wenn ich ohnehin unterwegs bin, einiges habe ich immer zuhause und gemeinsam wird es ein sättigendes, gesundes und vor allem buntes Mittagessen.

Falls ihr einen (türkischen) Obst- und Gemüseladen in der Nähe habt ist dies eine gute Anlaufstelle, um für diese schnelle Lunchbowl einzukaufen. Ich habe einen ganz tollen Laden bei Alvas Krippe direkt um die Ecke und kaufe dort gerne fertigen Couscous-Salat, schon ausgepellte Granatapfelkerne und immer auf den Punkt gereifte Avocados.

Für die schnelle Lunchbowl habe ich verwendet:

  • eine Portion (gekaufter) Couscous-Salat (alternativ Bulgur, Couscous oder Quinoa pur)
  • 2 EL Granatapfelkerne
  • eine Handvoll Cherrytomaten
  • 1/2 Avocado in Scheiben geschnitten
  • 3 EL (vorgekochte) Kichererbsen aus dem Glas
  • Etwas veganen Kräuterquark (Tzatziki oder Joghurt schmecken auch gut)

Gewürzt habe ich die Lunchbowl nur mit etwas Salz und Pfeffer, nativem Olivenöl und Leinöl und etwas Zitronensaft.

Lasst es euch schmecken und das nächste Rezept wird nicht so lange auf sich warten lassen – versprochen!

2 Herzen!

Das könnte dir auch gefallen...

Keine Kommentare